Wie die Welt Zeit misst, steht kommende Woche in Versailles zur Diskussion. Vom 13. bis 15. Oktober 2026 findet dort die 28. Generalkonferenz für Mass und Gewicht statt. Die Schweizer Delegation wird von METAS-Direktor Philippe Richard geleitet, wie das Institut am 9. Oktober mitteilte.
Zur Beratung stehen die Neudefinition der Sekunde, die Kontinuität der koordinierten Weltzeit UTC und eine internationale Referenzzeit für den Mond. Die vorbereitenden Unterlagen enthalten Resolutionsentwürfe, darunter eine im Juli aktualisierte Fassung. Zum heutigen Zeitpunkt sind dies Vorlagen für die bevorstehende Konferenz; sie belegen noch keinen gefassten Beschluss.
Auch die Organisation der internationalen Zusammenarbeit beschäftigt die Delegierten. Die Dokumentensammlung umfasst neue Verfahrensregeln und ein Arbeitsprogramm für 2028 bis 2031. Im Programm des ersten Tages ist Richard zudem für den Finanzbericht des Internationalen Büros für Mass und Gewicht aufgeführt.
Die CGPM ist das oberste Entscheidungsorgan des BIPM. Die Staaten stimmen über wissenschaftliche, institutionelle und finanzielle Fragen ab; jedes Land verfügt über eine Stimme. Laut Veranstaltungsprogramm beginnt die Konferenz am Dienstag um 9.30 Uhr. Teile des Auftakts sind als Livestream vorgesehen. Welche Vorlagen angenommen werden, wird erst die Konferenz zeigen.
